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Mitgliederversammlung

28.03.2015

Die in ihrem Amt bestätigten VfL-Vorstandsmitglieder: Kassenwart Peter Nehring, Sozialwartin Karin Kilanowski, Vorsitzender Dieter Höper, Sportwart Dieter Rosemeyer, Schriftführerin Birgit Friedrich (von links).

Der VfL Sittensen verzeichnet einen leichten Rückgang der Mitgliederzahlen. Rund 2.500 waren es im Vorjahr, jetzt sind es 80 weniger. Ein Umstand, der für Nachdenklichkeit im Vorstand sorgt, der bei der Mitgliederversammlung einstimmig bestätigt wurde. Vor allem Erwachsene der Altersgruppe 27 bis 40 Jahre kehren dem Sportverein den Rücken, berichtete Vorsitzender Dieter Höper. Dieser Trend sei landesweit erkennbar. „Viele Erwachsene in diesem Alter befinden sich mitten in der Lebens- und Familienphase und arbeiten an der beruflichen Karriere. Sie können nicht zu festgelegten Zeiten Sport treiben. Darum müssen wir zeitlich individuell nutzbare Angebote schaffen, um die vielbeschäftigte ‚Midlife-Generation’ wieder zurückzugewinnen.“

Idee des Vorstandes: Der Bau eines Trainings- und Gesundheitszentrums am Sportplatz, mit dem der negativen Entwicklung entgegen gesteuert werden soll. Ein Schwerpunkt soll damit auf den Reha- und Präventionssport gelegt werden. Wie Höper erklärte, koordiniert eine Arbeitsgruppe die Planungen, Sportbünde und Fachverbände stehen beratend zur Seite, mit Politik und Verwaltung werde ebenfalls zusammengearbeitet. Derzeit sei ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Aus der Versammlung wurden auch kritische Nachfragen laut. So wird eine Konkurrenzsituation zu bestehenden Einrichtungen in der Börde befürchtet. „Wir arbeiten nicht gewinnorientiert und bleiben gemeinnützig. Bei uns steht der soziale Gedanke im Vordergrund, sportliche Angebote zu möglichst geringen Beiträgen anbieten zu können. Wir sind aber noch im Findungsprozess. Ein Projekt dieser Art braucht Zeit und muss gut vorbereitet sein“, gab Höper zu verstehen. Ohne das Votum der Mitgliederversammlung werde das Vorhaben nicht umgesetzt, versicherte er.

Auch der Landessportbund habe bestätigt, dass Sportvereine eine andere Ausrichtung anstreben müssten. Im kommenden Jahr sollen die Pläne im Detail vorgestellt werden. Erfreulich ist nach seinen Worten der hohe Anteil der Kinder und Jugendlichen im VfL. Laut Kassenwart Peter Nehring nimmt die Spendenbereitschaft ab. „Wir brauchen mehr, denn damit können wir viel bewirken, was nur mit Beiträgen nicht möglich wäre“, verdeutlichte er.

Die Wahlen waren zügig abgewickelt, denn Dieter Höper, Peter Nehring sowie Schriftwartin Birgit Friedrich und Sport- und Gerätewart Dieter Rosemeyer wurden einhellig in ihren Funktionen bestätigt. Sozialwartin Karin Kilanowski führt das Amt zunächst kommissarisch weiter. Die Abteilungsvorstände wurden ebenso bestätigt, lediglich die Fußballer werden künftig von Michael Simon geführt, die Sparte Kultursport übernimmt Oskar Schlaps.

Einmütig erging auch der Beschluss über Satzungsänderungen, die wegen redaktioneller Änderungen und der Anpassung von veralteten Formulierungen erforderlich sind. Obwohl etliche Mitglieder für langjährige Vereinstreue zu ehren waren, blieb die Anzahl der persönlich Anwesenden überschaubar.

65 Jahre gehören dem Verein an: Lisa Kaiser, Hans-Wilhelm Rathjen, Ursula Brunkhorst.

60 Jahre: Manfred Hofmann, Dr. Dietrich Wesche, Wolfgang Wimmer.

50 Jahre: Theodor Augustin, Karl-Wilhelm Bachmann, Horst Bauer, Hans Bösch, Manfred Bruns, Helmut Grimm, Jürgen Haller, Hannelore Harms, Elfriede Hauschild, Sigrid Klinkmann, Andreas Kuthe, Walter Liebscher, Erika Meyer, Ute Michaelis, Karl-Heinz Riepshoff, Jens Tödter.

25 Jahre: Elke Holsten, Tim Hauschild, Angelika Holsten, Rosemarie Bauer, Lars Gerken, Mirko Gerken, Tobias Haase, Jana Holst, Bastian Holsten, Gerd Kaiser, Jürgen Klensang, Birgit Linke, Sabine Petersen, Bastian Petersen, Marlies Poort, Anna-Lena Poort, Sebastian Quest, Karin Rathje, Horst-Ingo Sdrenka, Jan Sdrenka, Gabriele Sonnefeld, Sarah-Christin Thiel, Annalena Tödter, Lena Waltz, Karin Wilcke, Günter Wilkens, Robin Willmot.

Ob der VfL der Bitte des KSB- Seniorenausschussvorsitzenden Wilhelm Rathjen nachkommt, ein Sportfest in diesem Jahr auszurichten, steht noch nicht fest.

Die Auszeichnung verdienter Sportler wurde mit der Verleihung des Titels "Übungsleiter des Jahres" vorgenommen.In diesem Jahr ging dieser an Eckhard Ruther aus Sittensen, der seit 60 Jahren Mitglied im Verein und seit 1970 als Übungsleiter tätig ist. Jeden Dienstag trifft sich unter seiner Leitung die „Alte-Herren-Gruppe“ mit ihren zwölf Mitgliedern, von denen der Älteste 90 und der Jüngste 69 Jahre alt ist, in der Turnhalle, um sich sportlich zu betätigen. Ruther hat auch schon das Jungenturnen geleitet, war Prüfer bei den Sportabzeichenabnahmen und aktiver DLRG-Schwimmer.

„Die Abteilungsvorstände und unsere Übungsleiter sind das Rückgrat des Vereins“, unterstrich Vorsitzender Dieter Höper. Der Einsatz von Andrea Fritzsche als langjährige Übungsleiterin in der Abteilung Turnen fand ebenfalls eine Würdigung, sie war aber nicht persönlich anwesend.
 



 

 

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